Paulchens kleine Welt

Wie man sich bettet, so liegt man…

Sooooooooo… dann fangen wir mal an und berichten über unser neues Möbelstück im Kinderzimmer. Nicht etwa, weil ich erst jetzt mit dem Zusammenbau des Selben fertig geworden bin. Der Zeitpunkt ist passend, weil ich schon wieder einige meiner Finger bewegen kann ohne dabei schmerzverzerrt das Gesicht zu verziehen…

Aber ich will nicht vorgreifen. Fangen wir am Anfang an. Und am Anfang war ein kaputtes (weil qualitativ weniger anspruchsvolles) Kinderbett. Tja, Gutes muss nicht teuer sein. Das bedeutet aber im Umkehrschluss NICHT, dass ein kleiner Preis auch zwangsläufig für gute Qualität bürgt…
Long story short: Wir entschieden uns für ein neues Bett. Und da wir davon ausgehen, dass auch Katharina irgendwann nicht mehr bei uns im Bett schlafen möchte, kauften wir ein Doppelstockbett, um auch ihr zu gegebener Zeit einen eigenen Schlafplatz bieten zu können.
Die “Mission Bettaufbau” begann umgehend nach meiner Heimkehr aus dem Büro. Zunächst musste natürlich das alte Bett demontiert werden. Da ich diese schweißtreibende Arbeit nicht allein verrichten wollte “erfand” ich ein neues Spiel und händigte kurzerhand den Kindern Werkzeug aus…

Es passierte irgendwann genau das, was IMMER passiert: Paul wollte genau das Werkzeug… ähm… ich meine SPIELzeug…, was Katharina gerade benutzte und nahm es ihr weg. Und was machen kleine Mädchen, wenn man ihnen das Spielzeug weg nimmt? Richtig! Sie fangen an bitterlich zu weinen. In dem Moment erinnert sich Paul dann, dass er die Maus doch ganz doll mag und wenn sie weint stimmt irgendwas nicht. Also fing auch er an zu weinen und zu wimmern “Maus nicht weinen”. Für dieses Foto werden sie uns später sicher Vorwürfe machen…

Inzwischen verkrümelte sich die Mama mit Katharina zum Einkaufen (Frauen halt…). Wir Männer nutzten die Gunst der Stunde und bauten das neue Bett auf. Genau genommen bestand Pauls Part hauptsächlich darin zu “helfen”, in dem er jegliche Schraube, die ihm in die Finger fiel, in jedes Loch in den Brettern zu stecken versuchte. Seine “Trefferqoute” (korrekte Schraube im richtigen Loch) war dabei eher gering. Aber wir wissen ja: Dabei sein ist Alles…
Laut Bauanleitung sind zum Aufbau 2 Leute, ein Schraubendreher und ein Hammer von Nöten. Die Bauzeit war mit etwa 1 Stunde angegeben. Eine leichte Untertreibung, wie sich noch herausstellen sollte. Das Werkzeug war da, der 2. Mann – Paul – war auch da. Also auf gings.
Wie erwähnt arbeite ich in einem Büro und habe mit körperlicher Arbeit wenig am Hut. Daraus folgt, dass mich der an sich wenig spektakuläre Aufbau eines Möbelstücks mit fortwährender Dauer immer näher an meine Grenzen treibt. Mit jeder Schraube, die ich mühselig in das störrische Holz eindrehte, wünschte ich mir, meine Werkzeugsammlung wäre mit einem Akkuschrauber gesegnet. (Notiz an meine Gattin: Das war kein Weihnachtswunsch. Aber wenn du noch eine Idee brauchst… *zwinker*)
Nach der propagierten Bauzeit von 1 Stunde war ich tatsächlich fertig… mit ein paar Teilen des Bettes. Nach einer weiteren Stunde war ich dann wirklich fertig – mit dem Bett, mit den Nerven und vor allem körperlich. Paul und Katharina, die nach dem Einkaufsbummel unser “Team” wieder verstärkte, schien das neue Bett zu gefallen. Weniger toll fanden sie allerdings, dass sie mit der Erstbesteigung noch abwarten mussten, bis der Papa die Matratzen ausgepackt, bezogen und auf die Lattenroste geschmissen hatte.

Nach dieser letzten Kraftanstrengung meinerseits konnten sie dann endlich “Probeliegen”. Dabei machte ich den Fehler, Paul auf das obere Bett zu heben. Er erklärte dieses umgehend zu seinem Schlafplatz und ließ sich erst nach langen Diskussionen und viel Überredungskunst dazu bewegen, sich wieder herunterheben zu lassen. Er ist noch zu klein um selbst hoch oder runter zu klettern. So lange das so bleibt wird das untere Bett sein nächtliches Domizil sein.

Doch auch im unteren Bett kann es lustig zugehen. Man kann zum Beispiel von unten gegen die obere Matratze treten. Das heisst, man KÖNNTE, wenn denn die Beinchen lang genug wären…

Inzwischen hat Pauls zweite Nacht im neuen, großen Bett begonnen und er schläft wirklich gern darin. Er hat sich sogar damit abgefunden, dass er zwar tagsüber, unter Aufsicht, hin und wieder auf das obere Bett darf, zum Schlafen aber unten liegen muss. Nun stehen noch ein paar kleinere Umräumaktionen an, um Trotz des größeren Bettes noch genügend Platz zum Spielen im Kinderzimmer zu haben.

Ab und zu, wenn Paul in seinem neuen Bett liegt und der Geschichte lauscht, die ich gerade vorlese, sagt er ganz plötzlich: “Papa toll baut!”. Das ist natürlich Balsam für meinen väterlichen Stolz – und für meine geschundenen Büromenschen-Weichei-Finger…

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 Ich bin Jörg, Baujahr '77. Wenn ich nicht im Büro sitze bin ich Vollzeit-Papa von Paul, Katharina und Marlene.


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Geschrieben am 29.10.2011 um 22:50 von Papa - Katharina,Mama,Papa,Paul

  • http://www.rausgerutscht.de Jessi

    Tolles Bett :)


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