Eltern-Kind-Blogparade im Juni

Liebe Testmama, da hast du dir aber ein Thema ausgesucht, zu dem ich einen Roman schreiben könnte. Ich habe lange überlegt, wie ich das Thema am Besten umsetzen könnte, aber ganz ehrlich, ich habe auch jetzt noch keine Idee und werde einfach drauf losschreiben und somit dir und auch meinen Lesern einen kleinen Einblick in unsere Welt des Lernens gewähren.

Wo fangen wir an? Am Anfang natürlich! Als ich zum ersten Mal schwanger wurde, musste ich einiges lernen und las einen Ratgeber nach dem anderen, war Dauergast in de großen bekannten “Frauen-Foren” und versuchte mich auf das Mamasein vorzubereiten. Als Paul zur Welt kam, war plötzlich alles anders und ich stellte schnell fest, dass ich meine eigenen Erfahrungen sammeln muss. Theorie hin oder her, hier kam es auf die Praxis an.

Von Tag zu Tag lernte ich dazu. Wie wechsel ich meinem Baby die Windeln, ohne dass Pipi in hohem Bogen durchs Kinderzimmer strahlte (Anmerkung: in dieser Hinsicht sind Mädchen eindeutig “praktischer”)? Oder warum weint mein Baby, obwohl es gerade frisch gewickelt und gefüttert wurde? All das sind Dinge, die man mit der Zeit lernt. Niemand sollte verzweifeln, wenn anfangs nicht alles perfekt klappt. Selbst ich lerne noch tagtäglich dazu. Als Mama hat man einfach niemals “ausgelernt”.

Doch nicht nur mir geht es so, auch den Kindern. Sie entdecken die Welt und lernen dabei nicht nur neue Wörter, sondern auch neue Regeln und Grenzen kennen. Katharina steckt gerade mitten in der “Alleine-Phase”. “Alleine!“, das ist momentan ihr Lieblingswort. Sie versucht alles zunächst alleine zu meistern und wenn sie merkt, dass es doch noch nicht so recht klappt, dann stöhnt sie laut und sagt “Da, geht schwer!“. Mit dieser Aussage gibt sie mir zu verstehen, dass sie Hilfe möchte. Natürlich bekommt sie diese auch. Einige Sachen gehen aber wirklich schon prima alleine. Essen mit Besteck, Socken ausziehen, aufräumen, die Butter auf den Tisch tragen, usw. – die kleine Maus entwickelt sich zu einer großen Maus, was mich zwar ein wenig wehmütig, aber auch mächtig stolz macht.

Paul sucht sich auch ständig neue Aufgaben, um sein Wissen zu erweitern. Es begann alles mit einem Weltkarten-Puzzle von Tchibo, mit dessen Hilfe er im Alter von 18 Monate die Länder der Welt kennenlernte. Nicht alle, aber doch einige konnte er erkennen, zeigen und zuordnen.

Ich glaube, dieses Puzzle war der Auslöser der dafür sorgte, dass Paul die Freude am Lernen entdeckte. Es dauerte nicht lange und er beherrschte Farben, Zahlen und Buchstaben. Er war keine zwei Jahre alt, aber konnte seinen Namen buchstabieren und sämtliche Buchstaben “vorlesen”.

Inzwischen sind wir bei kleinen Rechen-Aufgaben angekommen. Aber nicht nur solche Aufgaben meistert Paul für sein Alter ganz gut, sondern auch andere Dinge. Es fing vor einigen Wochen an, da fragte er plötzliche “Mama, was ist das für ein Auto?” und ich antwortete ihm, dass es ein Opel sei. So ging das einige Tage, dass er wirklich bei fast jedem Auto nachfragte. Er kennt nun die meisten Automarken und erkennt sie am Logo.

Aktuell begeistert er sich für Verkehrszeichen und deren Bedeutung. Genauso wie bei den Automarken fragte er von sich aus (!) danach und wir beantworteten seine Fragen. Wissen nimmt er wahnsinnig schnell auf. Fakten und Abläufe merkt er sich nicht nur, er versteht sie auch und kann sie mit eigenen Worten wiedergeben.

Ich wünsche Paulchen, dass er niemals seine Freude am Lernen verlieren wird. Er wird von uns nicht gedrängt, sondern darf Fragen stellen, für deren Beantwortung wir uns die nötige Zeit nehmen.

Ich kann allen Eltern empfehlen, beschäftigt euch sinnvoll mit euren Kindern. Hört ihnen zu, seid für sie da und geht auf ihre Bedürfnisse ein. Achtet darauf, euer Kind zwar zu fördern, aber es nicht zu überfordern. Euer Kind wird euch den richtigen Weg aufzeigen! Lernen sollte nicht mit (Leistungs-)Druck verbunden sein, sondern soll den Kleinen Spaß bereiten. Daher ist es auch enorm wichtig, dass ihr auf euer Kind individuell eingeht und vor allem, dass das Kind die Initiative des Lernens ergreift und nicht ihr!

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2 Kommentare “Eltern-Kind-Blogparade im Juni

  1. nun muss ich schmunzeln, das mit dem Pipi und den Jungs hatte ich oft, einer meiner beiden hat das ja scheinbar geliebt.Kaum war die Windel ab ging es los*g*

    Oh Automarken fand Kevin wie dein Paul auch immer ganz klasse, das ist heute noch so.Und ich glaube das ändert sich auch nicht mehr.
     

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