Das “Grauen” am Esstisch und sein Ende?
Ein dramatischer, aber dennoch sehr treffender Titel. Seit einigen Tagen herrscht bei uns am Esstisch Krieg. Es fliegen Reisgranaten, Wurstbomben und der Tisch gleicht nach wenigen Minuten einem Schlachtfeld. Ich möchte nicht die ganze Zeit ermahnen und belehren, aber wenn das Essen “fliegt” hört der Spaß auf und meine erzieherische Autorität steht auf dem Prüfstand.
Eigentlich essen beide Kinder schon lange ordentlich mit Besteck, aber neuerdings ist es vor allem für Katharina viel spannender mit den Fingern zu essen und den geliebten Kiri Streichkäse auf dem gesamten Tisch zu verschmieren. Gurke wird durchgekaut und anschließend herunter geworfen. Selbst das Brot wird in das Spiel mit einbezogen und in tausende Einzelteile zerkrümelt. Hin und wieder passiert es sogar, dass die halbe Leberwurst in den Haaren landet und ich nicht nur den Tisch und den Fußboden putzen, sondern noch dazu die kleine Maus baden muss.
Geduld ist eine Tugend, deswegen bleibt auch mir nichts anderes ürigs als geduldig zu bleiben und selbstbewusst immer und immer zu erklären, warum man Essen nicht auf den Boden wirft, sondern es auf dem Teller liegen lässt wenn man es nicht möchte. Früher oder später wird das Katharina auch noch lernen – hoffe ich jedenfalls.
Paul ist im Umgang mit Lebensmitteln sehr achtsam, aber er neigt genauso wie ich zur Tollpatschigkeit. Zum Beispiel ist es nichts Neues, wenn er aus Versehen mit dem Ellenbogen den Trinkbecher umstösst, weil er sich ruckartig zur Seite dreht.
Sein besonderes Talent ist aber seine Musikalität, die er zu jeder Mahlzeit unter Beweis stellt. Wer denkt Paul würde uns ein schönes Lied vortragen, der irrt. Der Tisch aus Holz wird zur Trommel umfunktioniert. Gabel und Messer dienen ihm als Sticks und schon geht es los mit dem rythmischem Klopfen, Hämmern, Pochen…schwupps, da ist er schon, mein Tinitus. “Hallo Tinitus, lange nichts mehr von dir gehört!”
Glücklicherweise dauert ein Tinitus bei mir nie lange an, sodass ich mich schnell wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann, nämlich die Kinder zum Essen zu animieren. Am Besten klappt das abends mit kleinen Ausstechformen oder dem “Flugzeugspiel”. Hauptsache es kommt keine Langeweile auf!
Neulich habe ich etwas entdeckt, das muss ich euch einfach zeigen. Von Lutz Mauder gibt es zuckersüße Geschirrsets für freche Mädchen und Jungen, denen ich einfach nicht widerstehen konnte.
Das ist die Jungsvariante für unser Paulchen in herrlichen mediterranen Farben. Ist das grinsende und rothaarige Kerlchen nicht total niedlich?
Mädchen mögen Rosa und Pink, daher ist das Geschirrset für die Damen in eben diesen Farben gehalten.
Die Kinder durften heute zum Abendessen ihr neues Geschirr erstmalig einweihen. Sie waren so fasziniert von dem fröhlichen Design, dass es plötzlich ganz ruhig war. Katharina war zunächst etwas skeptisch und untersuchte vorsichtig mit ihren kleinen Fingern alle Teile. Als sie das Mädchen entdeckte, bestimmte sie erst einmal sämtliche Gesichtsmerkmale: “Naaaaane (Nase), Ohhhh (Ohr), Muuuuuuuhn (Mund)!“. Schnell siegte aber der Hunger über die Neugier.
Das Geschirr ist übrigens aus robustem Melamin und hält Stürze problemlos aus. Ja, das war so ziemlich das Erste was eim Auspacken getestet wurde.
Das große Kleckern blieb bei dieser Mahlzeit aus, viel zu interessant war das neue Geschirr. Scheinbar konnte ich Katharina und Paul eine große Freude damit bereiten. Zum Glück, denn 50,00 € sind nicht gerade wenig Geld für zwei Kindergeschirr-Sets. So viel hat mich der Spaß nämlich gekostet, aber ich kann jetzt schon sagen, dass sich jeder Cent gelohnt hat…alleine schon wegen dem niedlichen Design!
-
ticketi2000
-
Mama arbeitet







